Die erste Woche in Kigali!

Muraho cyane! Ich melde mich heute zum ersten Mal aus meinem Einsatzland!

Nach Monaten der Vorbereitung konnte ich letzten Donnerstag endlich in den Flieger von Hannover nach Kigali steigen. Nach etwa 11 Stunden Flug setzte ich erstmals in meinem Leben Fuß auf afrikanischen Boden. Die erste Woche war eine Eingewöhnungsphase, bei der Fabian und ich hauptsächlich die Stadt und die Leute kennenlernen sollten. Wir haben größtenteils versucht, uns von den touristischen Hotspots fern zuhalten und unter die Leute zu kommen, was uns auf Grund unseres Aussehen mehr oder weniger gut gelungen ist. Allerdings waren diesbezüglich auch unsere Vorfreiwilligen eine große Hilfe, welche uns zu eher lokal bekannten Gegenden und Märkten führen konnten.

Um eingangs schon ein kleines Zwischenfazit zu ziehen: Kigali ist unglaublich. Die Stadt ist sauber, es ist kein Müll auf den Straßen zu finden und von Plastiktüten gibt es weit und breit keine Spur. Diesbezüglich ist Kigali einzigartig in Afrika und selbst westliche Städte in Europa oder den USA sollten sich dringend ein Beispiel daran nehmen. Die Menschen hier sind super freundlich und einladend, man wird häufig auf der Straße angesprochen und so bieten sich die besten Möglichkeiten mit den Leuten vor Ort in Kontakt zu treten. Anfangs verlaufen diese Gespräche etwas oberflächlich, spricht man aber die ersten Grußformeln in Kinyarwanda oder Swahili, den offiziellen afrikanischen Sprachen in Ruanda, so wird man schnell nicht mehr als Tourist, sondern als Gast wahrgenommen.

In Kigali fühlt man sich wohl: Die Stadt ist in größten Teilen wirklich modern, auch wenn man im Straßenverkehr als Europäer gnadenlos untergeht. Falls jemand jemals in Erwägung zieht, in Kigali Urlaub zu machen, was ich definitiv empfehlen kann, sollte dieser allerdings eher auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen und sich selbst so weit es geht dem Straßenverkehr entziehen.

Neben dem sichtbaren touristischen Schein sollte man sich aber auch bewusst machen, dass dieser eben selbstverständlich auch seine Schatten wirft. Auf dem Weg zum Akagera Nationalpark letzten Sonntag konnte man erfahren, dass der Wohlstand der einen auf dem Rücken der anderen gebaut wurde. Es ist schwierig die Lebens- und Arbeitsverhältnisse aus meiner europäischen Sicht zu bewerten, jedoch ist die Disparität zwischen Land und Stadt klar zu erkennen. Nicht umsonst wird Ruanda als das Entwicklungsland mit den meisten Fortschritten betitelt, bei dem aber eben der wirtschaftliche Aufschwung nicht die Bandbreite, sondern nur einen kleinen Teil der Gesellschaft erreicht. Das schöne an meinem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst ist es, wirklich in die Kultur einzutauchen und eben nicht nur die für Touristen sichtbare Facette Ruandas kennenzulernen.

Der Akagera Nationalpark liegt im Osten Ruandas und ist eine typische ostafrikanische Savannenlandschaft mit sanften Hügeln, umwachsenen Seen und weiten Ebenen. Ruanda ist ein Land mit einer hohen Bevölkerungsdichte, sodass Akagera für Tiere wie Löwen, Elefanten, Zebras und Giraffen das letzte große Reservat bietet. Zusammen mit polnischen Freiwilligen aus Kibeho und einem Guide gingen wir auf Safari und kamen somit gleichzeitig in ein wertvolles Gespräch über unsere Arbeit. Was wirklich einzigartig ist an meinem internationalen Freiwilligendienst, ist die Gelegenheit, ständig in einen interkulturellen Austausch zu treten, selbst bei einer touristischen Safari! Einige Bilder der Safari könnt ihr in der Galerie meines Blogs anschauen.

Vielen Dank für das Besuchen meines Blogs, ich freue mich ab nächster Woche über meine Erfahrungen in der Schule berichten und weitere Erlebnisse darzustellen zu können!

Um mich und meine Arbeit zu unterstützen, kontaktiert mich gerne per Mail oder schaut bei dem Kontaktfeld meines Blogs vorbei. Herzlichen Dank!

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