Meine Freiwilligenarbeit und #kwitaizina19!

Im nächsten Blogeintrag soll es um meine Arbeit in der Schule und im Adoptionsbüro gehen. Viel Spaß beim lesen!

Nach dem Beziehen unserer Zimmer am zweiten Wochenende durften wir dann nach knapp eineinhalb Wochen Aufenthalt auch mit der Arbeit in der Schule und dem Adoptions-Büro starten. Fabi und ich konnten es kaum erwarten und so gingen wir Montag beide zur Schule, um Schüler*innen und Lehrer*innen kennenzulernen. Generell haben wir beide die Regelung, dass ich von Montag bis Mittwoch in der Schule bin und Fabi in der Adoption, Donnerstag und Freitag tauschen wir dann die Arbeitsplätze. So haben wir beide ganzjährig die Chance uns in die jeweilige Arbeit einzuarbeiten, und die Kinder in der Schule haben es leichter, eine enge Verbindung zu uns beiden aufzubauen.

Bei der Schule handelt es sich um eine Nursery School, die man mit einer Vorschule vergleichen kann. Die Kinder sind zwischen drei und sechs Jahre alt und lernen neben Kinyarwanda auch Englisch und Französisch. Apropos Französisch: Ich merke, dass meine Kenntnisse diesbezüglich doch ein wenig mehr eingerostet sind, als ich es ursprünglich vermutet habe, doch ich gebe mein Bestes um wieder in den Rhythmus hineinzukommen. Genau deshalb habe ich neben dem Sportunterricht auf Englisch auch Pre-Mathématiques, also einen grundlegenden Matheunterricht auf Französisch, als ein Unterrichtsfach gewählt, bei dem ich den Lehrern helfend zur Hand gehe. Selbstverständlich helfen mir die Lehrer bei sprachlichen Schwierigkeiten in der Kommunikation, jedoch ist es für mich auch eine große Herausforderung, bei einer ganzen Stunde auf Französisch nicht den Faden zu verlieren. Doch das ist ja die tolle Weisheit bei Sprachen: Man lernt am besten durchs Sprechen!

Die Arbeit macht mir wirklich Spaß, momentan komme ich noch immer etwas geschafft nach Hause, aber das wird sich mit der Zeit sicher auch legen. Ich hoffe, dass sich die sprachlichen Schwierigkeiten bis Anfang November gelegt haben, da endet nämlich das dritte Trimester und somit das Schuljahr der Schüler*innen.

Die Arbeit im Adoptionsbüro ist für die Gemeinschaft vor Ort besonders wichtig, da diese etwa 3000 Schülern ermöglicht, eine fundierte Schulbildung zu erhalten. Zusammen mit Eugénie, der Leiterin der „Adoption du cœur“ organisieren wir die Verwaltungsarbeit der Patenschaften, welche hauptsächlich aus Polen und der Slowakei stammen. Bei dieser Arbeit genieße ich besonders die Wertschätzung, die uns Freiwilligen entgegengebracht wird. Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass man mit seiner Arbeit im Freiwilligendienst den Menschen hier wirklich helfen kann.

Eine Sache noch: Am Samstag waren wir auf einem Konzert in der gerade neu gebauten Kigali Arena, bei dem Kwita Izina 2019 gefeiert wurde. Kwita Izina ist ein traditionelles Fest Anfang September, bei dem die neugeborenen Berggorillas, welche bei den Virunga-Vulkanen im Norden Ruandas an der Grenze zur D.R. Kongo und zu Uganda leben, einen Namen verliehen bekommen. 25 Babygorillas wurden dieses Jahr bei einer Feier in Musanze im Norden des Landes benannt. Vielleicht können Fabi und ich noch dieses Jahr nach Musanze/Ruhengeri reisen, um die für diesen Anlass gebaut Skulptur zu sehen. Die beeindruckende Skulptur ist komplett aus Bambus gebaut und stellt einen Silberrücken-Gorilla mit einem Baby dar. Die Kigali-Arena, die eigentlich als Basketballstadion genutzt wird, wurde Schauplatz eines coolen Konzerts. Das Konzert in Kigali war ein ziemlich großes Event, bei dem etwa 10.000 Zuschauer anwesend waren und Stars wie Ne-Yo auftraten. Es war eine große Party und wir haben tolle neue Leute kennengelernt. Auf dem Bild seht ihr die Kigali-Arena, meiner Meinung nach eine wirklich schöne und moderne Arena, auf die die Leute hier vor Ort auch sehr stolz sind.

Mittlerweile bin ich auch größtenteils mit meinem Visumsantrag durch, sodass ich bald auch offiziell mein Touristenvisum gegen ein ruandisches Freiwilligenvisum tauschen kann und somit als ausländischer Bewohner von Ruandas gelte. Beste Grüße aus dem noch sonnigen Kigali, Ende September beginnt hier die kleine Regenzeit!

Max

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