Sport in Rwanda 🇷🇼⚽️

Murakaza neza, herzlich willkommen zu einem neuen Blogeintrag, der nach etwas längerer Pause nun endlich erscheint!

In diesem Artikel möchte ich vor allem über meine sportlichen Aktivitäten hier vor Ort berichten und wie der Sport in meinem Alltag integriert ist.

Handball in Ruanda

Durch Freunde von mir wurde ich auf den Handball in der Hauptstadt Kigali aufmerksam. Als Wietzendorfer konnte ich mir diese Chance selbstverständlich nicht entgehen lassen, sodass ich sofort versuchte, Kontakt zu den Verantwortlichen eines Vereins aufzubauen- den Handball Gorillas Kigali. Handball ist in Ruanda im Vergleich zu Basketball und im Besonderem Fußball (noch) eine Randsportart. Allerdings ermöglicht der Gorilla Handball Club seit 2012 besonders Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Handball und fördert über den Sport Werte und Kompetenzen. Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, Schulabbruch und auch sexuelle Gewalt und Drogen, welche für viele der Kinder leider Alltag sind, werden von dem Verein behandelt und vor allem an Sporttagen vermittelt.

Ich wurde mit der tollen Aufgabe ausgestattet, eines der Jugendteams der Akademie zu leiten. Ich trainiere ein Team, welches aus Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren besteht, drei Mal die Woche. Als Trainer habe ich für mich eine Beschäftigung gefunden, welche aufgrund der tollen Werte und Herrausforderungen eine Herzensaufgabe ist. Es ist unglaublich ermutigend, wie Kinder aus sozial schwachen Familien zwei Stunden am Tag den Alltagsstress hinter sich lassen können und jedes Mal ein wenig verändert nach Hause gehen. Die Schicksale, mit denen ich nun auch beim Handball in Kontakt komme, werden mich vermutlich mein ganzes Leben lang prägen.

Der Verein hat in Kooperation mit der Organisation „Never Play Alone“ und „One Team“, beide unterstĂĽtzt durch den FC St. Pauli, ein Turnier in Kimisagara veranstaltet. Mit meinem Team haben wir sowohl an dem Turnier teilgenommen, in einer ruhigen Minute haben wir aber auch ĂĽber Geschlechterrollen und Jugendschwangerschaften gesprochen. Das macht den Sport so wertvoll: Das man in Wettkämpfen gegeneinander antreten kann, aber in der Sache dann doch vereint ist. Auch wenn ich jetzt erst drei Wochen in der Rolle als Trainer stecke, schenkt mir das Teams so viel Vertrauen. Das macht mich wirklich stolz.

FuĂźball in Ruanda

Zuerst muss ich erwähnen, dass die Menschen in Ruanda ähnlich fuĂźballverrĂĽckt sind wie viele Menschen in Deutschland. Durch den Standort Kimisagara habe ich weitere Freiwillige in Kigali kennengelernt. Diese wurden von einer Organisation entsendet, welche die Partnerschaft zwischen Ruanda und dem Bundesstaat Rheinland-Pfalz unterstĂĽtzt. Die beiden Jungs haben die Verantwortung fĂĽr zwei FuĂźballteams. Auch beim Thema FuĂźball konnte ich meine Hände nicht stillhalten, sodass ich zumindest einmal wöchentlich ein Torwarttraining ĂĽbernehme. Zusammen mit der „Jumelage“, der oben genannten Partnerschaft, haben wir letzten Sonntag ein kleines FuĂźballspiel gegen ein Lehrerteam aus Rwankuba gespielt. Das war eine tolle Gelegenheit, endlich wieder selbst ein wenig zu kicken. FĂĽr mich ist es extrem wichtig, Sport in meinen Alltag und in dem der Kinder und Jugendlichen vor Ort zu integrieren.

Ansonsten gehen Fabian und ich auch gerne zu den Fußballspielen der großen Clubs in Kigali, letztens waren wir bei einem Stadtderby, bei dem wir durch irgendeinen Zufall am Ende im Fanblock des Heimteams gelandet sind. Die Stimmung war super, die Klasse des Fußballspiels aber selbstverständlich nicht mit Deutschland zu vergleichen. Trotzdem macht es sehr viel Spaß zusammen den Sport zu feiern, hier jubeln sogar Gäste- und Heimfans Seite an Seite. In Deutschland wäre das undenkbar.

Noch ein kurzes Update aus der Schule: Diese Woche stehen für die Schülerinnen und Schüler die Abschlussprüfungen an, ab übernächster Woche sind Ferien. Demnach werde ich ab jetzt mehr Zeit im Office und auf Reisen verbringen, die Schule fängt erst wieder Anfang Januar an. In näherer Zukunft gibt es also auch demnächst ein paar Erfahrungen von Reisen aus Ostafrika!

Ich hoffe ihr konntet durch diesen Artikel einen kleinen Eindruck bekommen zum Thema Sport bekommen, bei RĂĽckfragen oder Anregungen freue ich mich ĂĽber einen Kommentar oder stehe gerne per Nachricht zur VerfĂĽgung.

Nahabutaha, murakoze cyane. Vielen Dank und bis bald!

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